Studium in Polen

Auch auf dem akademischen Sektor hat das Zusammenwachsen der osteuropäischen Länder mit dem Rest Europas durch ihren Beitritt zur Europäischen Union viele Vorteile mit sich gebracht. So ist es beispielsweise kein Problem mehr für deutsche Abiturienten ihr Abitur als Hochschulzugangsvoraussetzung in Polen anerkennen zu lassen. Einem Studium in Polen steht damit - auf der formellen Ebene - nichts mehr im Weg.

Doch bis es wirklich soweit ist, sind noch einige Schritte mehr zu unternehmen. Ohne Sprachkenntnisse geht gar nichts. Deshalb sollte sich jeder interessierte Abiturient oder Student bereits frühzeitig um Sprachkurse oder andere Formen des Spracherwerbs kümmern, sobald klar ist, dass die Idee Studieren in Polen zum Plan wird. Neben Sprachkenntnissen muss beim Einschreiben eine so genannte Einschreibegebühr bezahlt werden, sie ist aber lediglich einmalig zu entrichten. Wer kein Stipendium erhalten hat, der muss sich offiziell über die polnische Botschaft um einen Studienplatz in Polen bewerben.

Neben diesem offiziellen Weg gibt es aber, wie gesagt, auch den Weg über ein Stipendium. Eine ganze Reihe internationaler Organisationen steht interessierten Studierenden hier hilfreich zur Seite. So beispielsweise auch der Deutsche Akademische Austauschdienst, kurz DAAD, der ein Programm 'Go East' entwickelt hat, mit dem er deutschen Studierenden für ein Jahr einen Studienaufenthalt an der Universität Warschau vermittelt, gleichzeitig kann man sich im Rahmen des Programms auch um ein Stipendium bewerben. Generell sollte man sich einfach beim jeweiligen Akademischen Auslandsamt seiner Universität erkundigen, denn hier gibt es umfassende Informationen darüber, mit welchen Partneruniversitäten die jeweilige Hochschule kooperiert. Die Akademischen Auslandsämter informieren auch über das Erasmus-Programm 'Lebenslanges Lernen', das deutsche Studierende für drei bis zwölf Monate im europäischen Ausland - das kann eben auch Polen sein - unterstützt und fördert.

Der Renner schlechthin an polnischen Unis ist zur Zeit, wie auch sonst überall in Europa, die so genannte Nerd Brille, ein Retro design mit starkem Vollrandgestell aus Acetat und recht gross geratenen Gläsern, das absichtlich Stilelemente aus Filmen der 1960er Jahre imitiert. Der Ausdruck "Nerd", der im Englischen soviel wie Aussenseiter oder Streber bedeutet, ist in diesem Fall ironisch zu verstehen, denn es sind keineswegs die Streber, denen die Nerd Brille ihren zweiten Frühling zu verdanken hat.