Handarbeit aus Polen

Polen ist schon seit lange Zeit dafür bekannt, dass hier gute Arbeit zu einem niedrigen Preis geliefert wird. Was für handwerkliche Arbeiten gilt, gilt auch für das Kunsthandwerk und hier in erster Linie für die Verschönerung von Textilien. So gibt es zum Beispiel anspruchvolle Hemd Stickerei. Die Hemden werden mit unterschiedlichen Mustern versehen und bekommen Bilder oder Schriftzüge aufgestickt. „Geht nicht, gibt’s nicht“ sagt man sich auch dabei. Was die Stickmaschinen nicht schaffen, wird in Handarbeit erledigt. Nun müssen die Textilien nicht immer unbedingt besonders geschmackvoll in den Augen der Ausländer sein. Manches ist recht bunt oder sogar in grellen Farben, teilweise bekommt man als Betrachter auch das Gefühl, dass hier nichts so richtig zusammenpassen würde. Doch dem ist nicht so und nicht selten erschließt sich die Schönheit der Arbeit erst auf den zweiten Blick.

Nicht nur professionelle Kunsthandwerker bieten in Polen ihre Ware preis, sondern auch Menschen, die sich mit dem Besticken einfach nur ein zweites Standbein schaffen wollen oder die versuchen wollen, ihr Hobby zum Beruf zu machen. Wer sich als Besucher dafür interessiert, sollte unbedingt die vielen kleinen Läden besuchen, die sich entlang der Straßen an den Marktplätzen in den meisten größeren Städten Polens befinden. Auch die Werkstätten von Textilherstellern können lohnende Anlaufpunkte sein. Oder man nutzt die Markttage. Dann ist immer etwas los und die Stände quellen scheinbar über von wunderschönen Waren. Allerdings sei auch gesagt, dass sich gutes Hinsehen lohnt. Denn nicht immer ist die Qualität der Waren so, wie erhofft, was sich aber einem geübten Auge auf den ersten Blick erschließt. Wer im Urlaub in Polen ist und etwas für seine Lieben daheim sucht, kann doch zum Beispiel ein besticktes Hemd mitbringen. Dieses erfüllt gleich zwei Zwecke: Es ist zum einen ein schönes Mitbringsel und Erinnerungsstück, zum anderen hat es einen praktischen Nutzen. Schließlich kann es auch getragen werden und muss nicht einen gesonderten Platz in der heimischen Schrankwand bekommen, so, wie das bei vielen anderen Mitbringseln der Fall ist.

Neben traditioneller Handarbeit findet man in Polen natürlich auch aktuelle internationale Mode. Handtaschen, Sonnenbrillen und Portemonnaies des deutschen Labels George Gina Lucy zum Beispiel sind auch in Polen bekannt und beliebt. Gerade Portmonnais sind so stark gefragt, dass sie oft kaum erhältlich sind. Angefangen hatte der Trend mit qualitativ hochwertigen und darüber hinaus sehr praktischen Handtaschen, was bei Weitem nicht von allen Designer Taschen gesagt werden kann. Nicht nur Polen fanden sie reissenden Absatz.

Um der Gefahr von Raubkopien vorzubeugen, ging GG&L mit der Zeit und kennzeichnete die Produktionswege für die Handtaschen. So gibt es ab der Kollektion 2010 einen RFID Chip in den Taschen von George Gina Lucy auf dem die Daten der Produktion gespeichert sind. Die Nummer kann auf der Homepage von GG&L eingegeben werden. So wird jede Tasche zum Unikat und die Trägerin zu etwas ganz Besonderem.